Damit Kinder und Jugendliche in Verfahren, die sie betreffen, gehört, verstanden und respektiert werden, benötigt es ein Zusammenspiel der involvierten Fachpersonen mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen.
Das Projekt Framing Child-Friendly Justice möchte hierfür einen Rahmen bieten und sich für eine Justiz einsetzen, in der die Stimme der Kinder und Jugendlichen ernst genommen und sie in die sie betreffenden Verfahren einbezogen werden.
Das Projekt fördert den interdisziplinären Dialog, indem es Fachpersonen aus Justiz, Behörden, Kinderanwaltschaft, Sozialer Arbeit, Wissenschaft und weiteren Fachbereichen zusammenbringt, um Erfahrungen auszutauschen, Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsam Impulse für die Weiterentwicklung einer kindgerechten Justiz zu fördern.
Projektziele
- die Stimme von Kindern und Jugendlichen einholen und in den fachlichen Dialog einbeziehen,
- mit der Organisation regionaler Dialogveranstaltungen den interdisziplinären und interinstitutionellen Austausch fördern,
- Best-Practices sichtbar machen und den Wissenstransfer fördern,
- Impulse für die Weiterentwicklung einer kindgerechten Justiz setzen.
Im Zentrum des Projekts stehen regionale Dialogveranstaltungen, die zwischen 2025 und 2028 in verschiedenen Regionen der Schweiz durchgeführt werden. Sie bringen Fachpersonen aus Gerichten, Behörden, Sozialarbeit, Wissenschaft, Kinderanwaltschaft und weiteren Fachbereichen zusammen und schaffen Raum für den interdisziplinären Austausch.
Die Dialogveranstaltungen dienen dazu:
- die aktuelle Praxis hinsichtlich der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an in sie betreffende Verfahren zu reflektieren und analysieren,
- Erfahrungen und Perspektiven verschiedener Fachbereiche zusammenzuführen,
- konkrete Herausforderungen zu diskutieren,
konkrete Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren und gemeinsam Ansätze für eine kindgerechte Justiz weiterzuentwickeln.
Bereits durchgeführte Dialogveranstaltungen
Seit Projektbeginn wurden in verschiedenen Regionen der Schweiz Dialogveranstaltungen durchgeführt
2025: Lugano (TI) - 16. Mai 2025, Genf (GE) - 9. September 2025, Lausanne (VD) - 11. September 2025, Bramois (VS) - 30. September 2025, Neuenburg (NE) - 22. Oktober 2025, Winterthur (ZH) - 11. November 2025
2026: Fribourg (FR) - 23. April 2026, Baden (AG) - 29. April 2026, Solothurn (SO) - 7. Mai 2026, Delémont (JU) - 19. Mai 2026, Luzern (LU) - 26. Mai 2026
Geplante Dialogveranstaltungen
Im zweiten Halbjahr 2026 sind weitere Dialogveranstaltungen geplant. Informationen zu den nächsten Terminen und Programmen werden laufend auf dieser Seite ergänzt.
Projektteam
Zum Projektteam gehören die Geschäftsführerin von Kinderanwaltschaft Schweiz, Irene Verdegaal, die Projektleiterin Olivia Zurlinden und beratend Christina Weber Khan. Die strategische Leitung hat der Vorstand inne, bzw. der Ausschuss unter der Leitung von Prof. Dr. Gisela Kilde, ZHAW, und Prof. Dr. Sandra Hotz, Université de Neuchâtel.
Kinderanwaltschaft Schweiz
Kinderanwaltschaft Schweiz ist ein im Handelsregister eingetragener, gemeinnütziger Verein mit Zewo-Zertifikat, der schweizweit die Partizipationsrechte der Kinder und Jugendlichen in Verfahren gemäss UNO-Kinderrechtskonvention, Artikel 12, stärkt. Kinderanwaltschaft Schweiz fördert die Umsetzung des Instituts der unabhängigen Rechtsvertretung von Kindern und Jugendlichen im schweizerischen Recht und setzt sich für ein kindgerechtes Justiz- und Verwaltungswesen ein.
Finanzierung
Das Framing Child-Friendly Justice Projekt wird vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV), der Palatin Stiftung, den Swisslos-Fonds Kanton Aargau, Kanton Solothurn, Kanton Luzern (mit Beiträgen des Justiz- und Sicherheitsdepartmentes und des Gesundheits- und Sozialdepartement), der Paul Reinhard Stiftung und von weiteren Stiftungen finanziert.
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